77 comments

  1. Danke! :)

    Auch auf die Gefahr hin, gleich ganz fuerchterlich gebashed zu werden – auf mich macht diese ganze Netzfeminismusdebatte eher den Eindruck von “Buhuuu, wir sind arme Maedchen, wir stellen uns selbst ins Abseits, mimimimimimi”.

    Eben: Geschlecht/Alter/Status/Herkunft sind voellig egal. Und wer der Meinung ist, dass sie anders behandelt wird, weil sie das falsche Geschlecht hat, solls mal testweise mit nem neutralen oder “maennlichem” Nick versuchen. Wer weiss, wenn man jetzt immer noch Gegenwind bekommt, vielleicht liegts ja doch eher an dem was man schreibt, statt wer es schrebt ;)

    :)

  2. Ich verstehe diese Debatte sowieso nicht. Wenn Frauen ins Netz wollen – Dann bitte! Nich Quatschen – Machen!!!

  3. ahhhh!
    wie kann man sich so sehr selber diskriminieren und das wasser abgraben?!
    man könnte auch sagen, dass das gewollt-geschlechtliche-ausgrenzung ist und hier der feminismus in die absolut gegensätzliche richtung läuft, nein gelaufen wird! tragen wir denn burkas, die wir uns noch selber genäht haben, oder was?!

    ich nehme mich als frau da raus.
    *ganz-alleine-die-enter-taste-drück*

    ist aber interessant, schaut man sich mal die debatte zu medien und identität an. me und i etc. (vgl. erikson, mead…).

    den netzfeminismus betreffend gibts wohl nur noch das sozialgefüge gruppe ohne eigenständigkeit?!

  4. Öh, not to rain on your parade on sowas. Aber leider ist die utopische Idee des Internets als großer Gleichmacher, der Geschlecht/BMI/Hautfarbe etc. nicht erfüllt (zumindest noch nicht und ich bezweifle, dass es das jemals tun wird).

    Die ganzen Marker, die im Internet “unsichtbar” werden, gehören zur Identität des Users. Meistens laufen diese Debatten darauf hinaus, dass man seine von Hautfarbe, Geschlecht, Status etc. etc. beeinflusste (nicht bestimmte) Identität unsichtbar machen soll als “User1234″, damit man nicht belästigt wird. Es wäre schön, wenn das alles keine Rolle spielen würde und wir uns alle glücklich im Internet herumtollen könnten, aber irgendwie sieht die Realität anders aus.

    Zur Anschaung:

    Das Blog “Fat, Ugly or Slutty”, in dem Frauen ihre Erfahrungen mit Online-Spielen schildern: http://fatuglyorslutty.com/

    Und etwas comic-naher: Gabby Shulz Comic über Sexismus-Debatten im Netz: http://www.gabbysplayhouse.com/?p=1444

  5. Die Forderung im Comic ist doch recht ehrlich, wenn auch sehr machohaft: Sollen die Frauen halt werden und sich gebärden wir Männer und sonst die Klappe halten, dann stören sie die Männer nicht beim Spielen.

  6. Sorry, aber leider (immer noch) voll daneben.

    Mach Deine Augen auf und guck Dir an, wo Frauen im Web Scheisse behandelt werden, nur weil sie Frauen sind.
    Wenn das in Deiner Welt (schon) anders ist: Glückwunsch für Dich, aber Deine Welt ist nur ein Ausschnitt der ganzen Realität.

  7. Ohje also so langsam übertreiben die es aber nen bisschen.
    Frauen sind im netz sehr gut vertretten teilweise natürlich auf anderen Gebieten als die Männer, aber das ist ja nichts schlimmes.
    Und wen ich an die Frauenquote in Führungspositionen denke könnte ich mich aufregen, auch als Frau möchte man befördert werden weil man gute Arbeitleistet und nicht weil man ne Frau ist.
    Punkt
    Aber der comic ist gut ;)

  8. @Alex: Das Internet als utopischer Lebensraum ist vielleicht etwas übertrieben ;) Mir ging es eher darum, dass ich zwar die Problematik verstehe – aber nicht den Lösungsansatz.

  9. Ich kann deine Perspektive nachvollziehen. Aus einem Privileg heraus zu erkennen, dass es andere nicht so einfach haben, ist harte Arbeit.

    Will sagen: Ja, du bist noch nie auf Grund deines Geschlechts im Internet diskriminert worden. Das heisst aber weder dass das dem Internet-Grundgedanken inne wohnt, noch das es anderen nicht passiert.

    Diese “Nicht meckern, machen!” Scheisse leugnet das Problem das Nicht-Privilgierte dazu zwingt sich überhaupt erst zu vernetzen.

    Und das finde *ich* sexistisch.

  10. @emonk: Woher willst du das denn wissen? Es gibt auch andere Gründe diskriminiert zu werden als die Hautfarbe oder das Geschlecht…

  11. @Jojo: Woher will ich was wissen? Dass du noch nie auf Grund seines Geschlechts im Internet diskriminert worden ist? Weil du sonst nicht so einen sexistischen Kram schreiben würdest. Und ggf. auch mehr Verständnis für den Lösungsansatz hättest.

  12. Netzfeminismus? Hab ich noch nicht mitgekriegt O_o Aber mir ist Feminismus an sich schon suspekt…

  13. @Kante: Viele Frauen im Netz haben genau deshalb schon einen geschlechtsneutralen Nick, weil sie damit weniger blöde Sprüche bekommen. Umgekehrt gibt es genug Experimente von Männern, die mal zum Ausprobieren mit einem weiblichen Nick auf Plattformen unterwegs waren und anschliessend einigermassen entsetzt über ihre Erfahrungen gebloggt haben.

  14. Ich verstehe deinen Ansatz, Jojo und es wäre schön, wenn die Zeichenkettentheorie auch so umgesetzt werden könnte. Solange es aber dazu Diskussionen gibt, in denen Kommentare wie “Aber mir ist Feminismus an sich schon suspekt…” oder “Langsam wird es Zeit für einen Männerbeauftragten bei soviel Feminismus in der Welt xD” noch stattfinden (vorzugsweise im lustigen Ironiemodus), müssen diese doch geführt werden.

  15. Schade, solche Einstellungen auch in Webecken lesen zu müssen, die ich sonst eigentlich gerne besuche. Ist wohl noch viel zu tun.

  16. Das “geht doch einfach ins Netz” ist glaube ich nicht der Knackpunkt. Die Sache ist, dass von der Idee her zwar alles hinter einem Nickname verschwindet, aber Frauen im Web trotzdem diskriminiert werden. Frauen sind bereits im Netz und nehmen daran Teil (das sollte eigentlich offensichtlich sein?!), aber sie müssen mit geschlechtsspezifischen Problemen kämpfen: Wie vielen von uns Männern wird denn gesagt, dass sie mal wieder richtig durchge***** werden müssen, nur weil man nicht mit ihrer Meinung in Forendiskussionen oder Kommentaren einhergeht ? Sieh dir mal http://www.hatr.org/ an… Da wird einem schlecht bei. Die Gruppenbildung sehe ich eher als ein Netzwerk von Gleichgesinnten, um mit solchen Anfeindungen um zu gehen und sich gegenseitig zu stärken.

  17. Ich verstehe den Gedankengang auch nicht.Wenn Männer der Meinung sind Frauen im Web zu diskriminieren müssen,bitteschön,solln ses machen.Aber wenn Frauen der Meinung sind, etwas dagegen tun zu können, indem sie “Stammtische” bilden,kann ich nur den Kopf schütteln&fühle mich in die 6 Klasse zurück versetzt.Dieser Kleinkrieg der Geschlechter ist einfach nur nervend.Ich selbst liebe es auf diversen Seiten mitzumischen und habe bis jetzt keinerlei negatives von Seiten der Männer zu hören bekommen.Man sollte sich nicht drum kümmern müssen ob man jetzt Mann oder Frau ist,sondern einfach nur seinen Spaß haben.

    Ich selbst liebe Technik über alles&beschäftigte mich viel mit dem Internet(auch aus beruflichen Gründen,da ich Sozpäd auf dem Schwerpunkt :Medien und sexueller Missbrauch ausübe)

    Generell ist es mir ziemlich egal ob mich jmd im Web haben möchte,mich mag oder sonstiges.Ich bin wegen mir selbst dort und brauche keine Stammtische oder sonstiges um mich auszuleben&wohl zu fühlen.

    Außerdem hab ich gerade total den Faden verloren und möchte nur noch eins sagen:

    Ich finde an diesem Comic absolut nichts sexsistisch und mach weiter so.

  18. > Frauen sind bereits im Netz und nehmen daran Teil [...] aber sie
    > müssen mit geschlechtsspezifischen Problemen kämpfen: Wie
    > vielen von uns Männern wird denn gesagt, dass sie mal wieder
    > richtig durchge***** werden müssen, nur weil man nicht mit ihrer
    > Meinung in Forendiskussionen oder Kommentaren einhergeht ?
    > Sieh dir mal http://www.hatr.org/ an… Da wird einem schlecht
    > bei.

    Und statt zu verstehen, was Trolle sind und wie sie funktionieren, hilft sich gruppieren und ne feministenflagge wedeln, genau wie?

    “Menno, ihr seid bloed und behandelt uns nur scheisse, weil wir Maedels sind!” – “Ok, hast recht, wir tuns nie wieder…” funktioniert leider nicht. Solche Nasen ignorieren, aufstehen und einfach machen, dagegen schon.

    Just my 2 Eurocents :)

  19. @Lammi: Gruppen sind nur dann voellig integriert, wenn man ohne schlechtes Gewissen Witze drueber machen darf, ohne dass jemand aus seiner Ecke gesprungen kommt und sich drueber beschwert. :)

  20. @Kante: Genau wie ich es schon in meinem Kommentar geschrieben habe: “Die Gruppenbildung sehe ich eher als ein Netzwerk von Gleichgesinnten, um mit solchen Anfeindungen um zu gehen und sich gegenseitig zu stärken.”

    Es geht darum mit solchen sexistischen Trollversuchen (und das sexistische ist eben das geschlechtspezifische, was ich ja auch angesprochen hatte…) eben nicht allein zu sein. Es ist nicht nur das Trollen, was man ignorieren oder sich darüber aufregen kann, sondern es ist auch die Art WIE getrollt wird. Und es ist die Art wie hier und in großen Teilen des Netzes diskutiert wird und ein gesellschaftliches Problem kleingeredet wird.

    Fühlt man sich durch solche Angriffe verletzt, kann man es nicht einfach ignorieren. Vielleicht hast du (wie ich auch) noch keine Erfahrung mit sexueller Belästigung gemacht. Aber die Position ist doch trotzdem durchaus nachvollziehbar?

    Nur durch das ignorieren eines Themas verschwindet es nicht.

  21. Saucooler Comic! Weiter so!

    Idiotisch finde ich allerdings die Diskussion hier. (führt aber exemplarsisch auf, warum in Feministinnengeflenne nicht leiden kann ^^)

    Ach ja: Auch als Mann werde ich in unserer Gesellschaft immer wieder sexuell belästigt und aufgrund meines Geschlechts diskriminiert. Brauch ich deswegen Netzwerke und Quoten und muß ich mich deshalb als Opfer stilisieren? Nein. Ich steh einfach meinen Mann, und die meisten Frauen die ich kenne, sind selbstbewusst und kompetent genug, sich genauso zu behaupten.

    Ich bin für Gleichbehandlung der Geschlechter und lebe das auch. (Und dazu gehört eben nicht nur Gleichberechtigung sondern auch Gleichverpflichtung!)

  22. @Zeitkasten: Naja, ein Netzwerk von Gleichgesinnten, die miteinander lernen, mit sexistischen oder anderen Anfeindungen umzugehen, sehe ich als etwas anderes als eine Gruppe von Gleichgesinnten, die oeffentlich auftreten und ein “wir wollen besonders behandelt werden, um uns gleichbehandelt zu fuehlen” rufen.

    Genauso sehe ich z.B. die Frauenquote in Fuehrungspositionen als Kontraproduktiv – ich sehe da ne Steilvorlage mit der man erst recht Frauen in Fuehrungspositionen kritisieren kann. Lass eine betreffende Frau nur ein einziges mal ne Fehlentscheidung treffen, dann heisst es: “Die sitzt eh nur da, wegen der Quote”.

    Ich wurde schon wegen meines Geschlechts diskriminiert und wenn ich boese argumentieren wollte, waere das auch hier der Fall (“Du bist ja ein Mann, du kannst das ja nicht nachvollziehen”). Dazu wurde mir online bereits aufgrund meiner politischen Einstellung, meiner Herkunft, meiner Statur und meines Berufes wegen desoefteren jegliche Kompetenz abgesprochen. Nicht nur Frauen werden online diskriminiert.

    Wenn jemand erst lernen muss damit umzugehen und dies mit anderen betroffenen Tut: Go for it, auf jeden Fall! Dieses an sich wuerde ich nie kritisieren! Was ich kritisiere, ist die Tatsache, sich hinzustellen und zu sagen “ich werd aber viel schlechter behandelt als alle anderen, bitte lasst das”. Denn zum einen sind es eben nicht nur die Frauen, die gebashed werden – zum anderen ist sich hinstellen, mit dem Fuss aufstampfen und “Menno” sagen, eher kontraproduktiv.

    Find ich halt so… :)

  23. Pingback: Netzfeminismus 2011 | dª]V[ªX

  24. @Kante: Ich denke du verfehlst ein wenig den Punkt den ich benennen wollte.. ;)
    Es geht nicht darum, das eine Gruppe besonders behandelt werden soll, damit diese sich dann gleichgestellt fühlt (Die Argumentation dahinter kann ich auch nicht ganz nachvollziehen…). Es geht darum, dass eben alle gleich behandelt werden. Der Punkt ist, dass dem nicht so ist – und genau da liegt doch der Missstand.

    Das einzige Argument, was ich die ganze Zeit nur herauslese, ist ein: “Heul’ nicht!” …was irgendwie nicht so produktiv ist…

    Gerade da du selbst schon diskriminiert wurdest, wie du sagst, kann ich deine Position überhaupt nicht nachvollziehen. Ist es in Ordnung, dass so etwas geschieht, weil du einen Weg gefunden hast damit umzugehen, nämlich in dem alles an dir ab perlt? Gerade wenn du solche Situationen am eigenem Leib erfahren hast, kann ich mir nicht erklären, wie du darauf plädierst, dass dies halt normal ist und man sich damit abfinden soll. Ist nicht gerade dann ein Diskurs in unserer Gesellschaft von Nöten, um eben solche Diskriminierungen öffentlich zu machen und darüber zu sprechen?

  25. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Kackscheiße, Kapitalismus und Cunnilingus – die Blogschau

  26. Aus der aktuellen Blogschau der Mädchenmannschaft eine Replik:
    “Kackscheisse.soup.io sammelt *istischen Bockmist. Aktueller Beitrag: der re:publica-Comic von Beetlebum, der von Ausschlüssen innerhalb der deutschen Blogosphäre offenbar nichts wissen will und gleich mal ein paar antifeministische Klischees reproduziert. Mit dabei sind auch Kumpel Chauvi und Privilegiennegierung. Mehr zur re:publica findet ihr hier bei uns.”

    http://maedchenmannschaft.net/kackscheisse-kapitalismus-und-cunnilingus-die-blogschau/

    P.S. Übrigens hast Du @dieKadda / Kathrin Rönicke in Deinem ersten Bildchen völlig falsch überzeichnet, sie hat nur den Frauenanteil in Prozent beim Schreiben der Wikipedia angegeben, mehr nicht.

    Und guck Dir mal bitte an, wer hier kommentiert?

    Frauen haben keine Lust auf Klischees.

    Und ich mag Deine Comics sonst, das hier ist doof.

  27. OMG Jojo, sie wollen Dich von der Blogosphäre ausschließen?! Naja, ich stimme jedenfalls vorsichtshalber mal zu, sorry: wo soll ich unterschreiben? Sehe es ein Jojo, es ist besser so für dich, ehe dich die Presse in der Öffentlichkeit zerreißt und du noch populärer wirst. Obwohl, Moment mal, ich widerrufe.

  28. @Jojo

    Ich war bei dem Panel und ich kann mich ganz gut daran erinnern, was Kathrin gesagt hat. Und ich kann mich daran erinnern, weil ich Club-Mate getrunken habe.

    Wieso überinterpretieren Männer das, wenn eine Frau Zahlen nennt, in diesem Fall eben wenig Wissen von Frauen an einem Nachschlagewerk für alle niedergeschrieben wurde, rein statistisch. Das entspricht aber keinesfalls der realen Wissensverbreitung.

    u.s.w.

  29. @saganelle Und wieso überinterpretieren Frauen immer alles? Kathrin darf gerne Zahlen nennen, ich erinnere mich auch an die kleine Prozentzahl und glaube ihr auch :D Allerdings ging es bei mir eher um den Abschlussatz, indem sie eine Organisiation von Wikipedianerinnen vorgeschlagen hat, damit sich mehr Frauen an der Wikipedia beteiligen. Das halte ich für kontraproduktiv und falsch, weil es mehr abspaltet und Frauen noch mehr in eine Ecke drängt anstatt die Probleme und Vorurteile aufzulösen. Auch wenn es ja oft unterstellt wird, ist das Internet keine explizite Organistion von Männern. Vereinzelte Spinner und Trolle bringt man damit nicht zum Schweigen, sondern bietet ihnen erst recht eine Plattform und Ziel.

  30. @Jojo

    Den Abschlusssatz habe ich so gar nicht in Erinnerung. Pardon.
    Vielleicht habe ich den überhört ;-)

    Bleibt nur das Warten auf den Mitschnitt.

  31. Pingback: Feminismus und re:publica und überhaupt « zeitweilig

  32. @michael(35): “Spannend, der gleiche Gesprächsverlauf wie vor 20 Jahren. Nur da natürlich nicht zum Thema Internet. ”

    IMHO ist ganz genau *das* der Kritikpunkt des Comics: Dass es Leute gibt, die meinen, hier im Internet unbedingt jede gesellschaftliche Debatte wiederholen zu müssen, die man im normalen Offline-Alltag mal geführt hat.
    Was im normalen Alltag wichtig war muss es eben im Internet nicht sein. All die Diskriminierung wegen Alter, Geschlecht, Aussehen, Rasse spielt hier erst einmal keine Rolle. Aber anstatt diesen Vorteil zu akzeptieren will man ihn künstlich herbeireden, nur um dann im nächsten Schritt die gleichen alten Debatten führen zu können.
    Darauf hat ein Teil der Internetgesellschaft einfach keinen Bock.

    Wer einen Hammer hat, für den besteht die Welt aus Nägeln.

    Man hat eine Lösung. Jetzt muss man nur noch das passende Problem herbeireden.

  33. Nun ja, es ist ja, soweit ich weiß, weissenschaftlich erwiesen, dass Frauen eher sozial sind, “netzwerken”, alles miteinander absprechen etc. Ob das nun in den Genen oder der Erziehung liegt, davon habe ich keine Ahnung. In sofern spiegelt das vielleicht einfach nur ein weibliches Grundbedürfnis wider.
    Ich sehe das an mir auch. Ich fühle mich unwohl dabei, etwas einfach zu machen, ohne das irgendwie mit anderen absprechen zu können. Mit realen Personen. Natürlich kann ich mir sagen: ach komm, is doch wurscht, mach einfach. Aber es fühlt sich trotzdem natürlicher und besser an, zu wissen, bei Problemen habe ich Leute, die mir helfen. Leute, die nicht nur anonyme Nicks sind. Und es auch schonmal mit “realen” Personen durchgesprochen zu haben, ist hilfreich. In sofern kann ich verstehen, dass manche Frauen den Wunsch habe, Stammtische außerhalb des Internets zu gründen.

  34. @eineFrau:
    Das was du hier beschreibst, ist in meinen Augen ja grade das “Problem”, und zwar nicht nur aufs Internet bezogen. Bis die Frauen sich mal vernetzt haben oder Hilfe gesucht haben waren schon ein paar Männer da und haben das (meist technische) Problem gelöst, oder letztere wurden gleich von den hilfesuchenden Frauen mit der Problemlösung beauftragt. Die männliche Strategie, einfach mal anzupacken ist bei technischen Problemen offensichtlich erfolgreicher. Die weibliche, vernetzende Herangehensweise ist dagegen bei zwischenmenschlichen Dingen, etwa Aufrechterhaltung eines sozialen Gefüges, deutlich erfolgreicher. Ich finde, Männer und Frauen könnten und sollten jeweils vom anderen Geschlecht lernen, was die anderen besser können (und oft genug passiert das ja zum Glück auch).

  35. Tja, schade. Nach ungefähr 4 Jahren regelmässigem Lesens war das hier wohl das letzte Mal, dass ich diesen Blog besuche.

  36. Mal schaun, an welchem endlosdebattentauglichen Thema sich der Jojo als nächstes versucht. Hier ein paar Vorschläge:

    - Religion (eigentlich egal was aus dem Themenbereich)
    - soziale Ungerechtigkeit, Hartz 4 (Themenvorschlag: Alles Schmarotzer!)
    - Abtreibung (eng verwandt mit dem Thema Feminismus!)

    Und um uns viel beschäftigten Studenten die Zeit zu sparen, wird die Standarddebatte gleich von vorne herein aus einem beliebigen Onlineforum in den Kommentarteil zusammenge-copy-pasted.

    Ich freu mich schon :)

    Argh, sry, ich meinte natürlich: StudentINNEN.

  37. Oh mein Gott! Beetlebums Blog ist viel viel erfolgreicher als meiner!!! Das liegt bestimmt daran, dass er ein Mann ist! (Nicht etwa daran, dass er besser zeichnen kann, länger und aktiver dabei ist und einfach witzige Ideen hat.) Frauen des Internets organisiert euch und wählt mich zum Online-Blog des Jahres, denn ich bin eine Frau! OMFG!
    Kommt runter Leute…der Sinn der GLEICHBERECHTIGUNG ist meiner bescheidenen Meinung nach, dass es EGAL ist, welches Geschlecht wo wieviel macht, hauptsache jeder kann machen was er will. Und wer hindert die Frauen denn daran in Wiki zu schreiben…..sie wollen es doch scheinbar nicht.

  38. Unabhängig vom Feminismus, sondern einfach aus der Sichtweise, dass Frauen im Internet oft beleidigt/diskriminiert oder was auch immer werden (und die sind dabei wie gesagt nicht die einzigen).

    Das liegt meiner Meinung einfach daran, dass eben jeder ins Internet kann – und das schließt auch sämtliche “Idioten” ein.

    Im privaten Leben geht man halt wohin, wo für einen selber keine Idioten sind.

    Das lässt sich im Internet nun mal leider nicht vermeiden oO

    Mehr gibts da für mich nicht zu sagen :)

  39. Stammtische zur Teilnahme an Wikipedia ist irgendwie wie Schwimmunterricht in der Wüste. Möglich. Und das auch geschlechtsunabhängig.

    Ansonsten haben sich so langsam ja alle Klischees versammelt und eigentlich dürften alle zufrieden sein: Die einen hatten Spass mit Jojos Kunst und die anderen eine Plattform…

  40. gebe Jojo in seiner Aussage im Kern recht, der Gedanke an Frauenstammtische zum Übernehmen der Wikiherrschaft wirkt irgendwie höchstamüsant und dennoch hat sich hier gerade so einiges an sexistischen Ignorantenklischees von männlicher Seite aus erfüllt.

    Klar, im echten Leben geht man nicht hin wo sich Idioten rumtreiben, heißt also, wenn vor der Bank und vor’m Kino und in der Disco Idioten rumstehen, geht man da als Frau einfach nicht hin? Suuuper Ideee, und natürlich, ist gar nicht sexistisch, sie dürfen ja sogar wegbleiben die Mädels wenn Ihnen die Sprüche der Ärsche zu dumm sind … und wenn sie nicht so gern vergewaltigt werden wollen, solln sie halt aus dunklen Gassen rausbleiben…. auch wenn halt nur eine solche dunkle Gasse eine zu ihrer Wohnung führt, was treibt die Braut überhaupt nach 2000 auf der Straße?! Wohl noch Anschaffen gewesen…

    Postgender sind wir dann, wenn Frau sich als solche zu erkennen geben kann, und dennoch nicht übermäßig mit dummen Sprüchen konfrontiert wird (ja ein paar Idioten bzw. Ausnahmen dass mal was idiotisches rausrutscht gibt’s immer). Das Internet macht es leichter sich zu verstecken, als Mann auszugeben oder neutral zu erscheinen, sich zu verstecken sollte aber nicht die Endlösung (no pun intended) sein. Womöglich aber auch ganz wichtig, das Netz macht es uns Kerlen einfacher gewisse weibliche Eigenschaften und Reize zu übersehen. Von daher gut möglich, dass wahre Gleichberechtigung zuerst im Netz erzielt wird, aber noch sind wir nicht so weit, das zeigen weniger irgendwelche Statistiken welches Geschlecht wo besonders aktiv ist (obwohl das ein Symptom sein ‘kann’), sondern vielmehr die Reaktionen die man a) bei der Diskussion von Genderproblemen bekommt und b) die man als Frau bei so manchen Netzaktivitäten wesentlich stärker aushalten muss als als Kerl.

    P.S. Diskriminierungen gibt es freilich auch umgekehrt und für ganz andere Gesellschaftsgruppen, aber das macht die Sache nicht besser.

  41. Verdammt, eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen, aber der Comic und noch viel mehr die Diskussion zwingen mich dazu, hier meinen Senf dazuzugeben.

    @Jojo, geiler Comic, ich finde das „Toilettenklischee“ witzig. :) Jedoch muss ich in der Sache widersprechen. Auch wenn man seine Merkmale hinter einem neutralen Nick verstecken kann, heißt das noch lange nicht, dass das auch für die eigene Persönlichkeit gilt. Über kurz oder lang wird in der Regel nun mal deutlich, um was für einen Typ Mensch es sich handelt. Wir werden schließlich sozial geprägt und unsere Gesellschaft kennt hauptsächlich nur die Konstrukte „Mann“ und „Frau“.

    So hätte ich bei Anke Gröner auch dann sofort auf eine Frau geschlossen, wenn ich nicht aufgrund des Namens „Anke“ schon davon ausgegangen wäre, als ich ihren unsäglichen Artikel über den Arschlochpaketboten und ihre Reaktion (Heulen!) auf sein unverschämtes Verhalten las. Und obwohl ich mich für aufgeklärt halte, insb. weil ich als Schwarzer ähnliche Diskriminierungserfahrungen durchmachen darf wie Frauen, habe ich mir gedacht: Typisch Frau! Flennt. Und schreibt darüber auch noch einen Artikel.

    Grundsätzlich glaube ich (ich kenne aber die Republica-Vorträge nicht), dass das „Zusammenrotten“ der Frauen nicht dazu gedacht ist, sich gemeinsam einzuloggen, sondern sich über Diskriminierungserfahrungen im Internet auszutauschen. Sich mit Leidensgenossen und -genossinnen austauschen zu können, erleichtert ungemein und kann auch dabei helfen, untereinander Strategien zu vermitteln und auch gemeinsam zu entwickeln. Die Diskussion hier zeigt sehr gut, dass das bitter nötig ist.

    @31, Kante: Dein Kommentar zur Sache ist Blödsinn. Ich fühle mich keinesfalls integriert („akzeptiert“ wäre wohl der richtige Ausdruck), weil es so furchtbar viele „Negerwitze“ und unschöne Assoziationen mit meiner Hautfarbe gibt. Ganz im Gegenteil dienen viele Witze der Ausgrenzung und Herabsetzung. Von militanten Rassisten/Feministen/whatever abgesehen dürften wohl die wenigsten per se ein Problem mit politisch inkorrekten Witzen haben. Schwierig wird’s, wenn die Witze nahtlos in vorherrschende Denkmuster aufgehen und nicht kritisch hinterfragt werden.

    @33, Mann: Du brauchst vor allem deshalb keine speziellen Netzwerke, weil du das große Glück hast, als Mann (vermutlich auch weiß) zur dominierenden Gesellschaftsgruppe zu gehören. Da lässt es sich schon mal ertragen, wenn man auch „mal“ diskriminiert wird. Mit deinem Kommentar suggerierst du übrigens, dass sich vernetzende Frauen nicht kompetent seien. Na prima.

    @51, Tyler: Und eben das ist nicht der Fall. Wir geben am Router schließlich nicht unsere Persönlichkeit ab. Natürlich werden die Konflikte aus der Offline- in die Onlinewelt getragen. Dass wir heute immer noch über dieses Thema diskutieren, zeigt eigentlich nur, dass wir anscheinend keine nennenswerten Fortschritte gemacht haben.

    Und noch ‘ne kleine Anekdote zum Thema Nickwahl: Ein Chatkumpel hat einen Nick, bei dem am Ende die drei Buchstaben „WTF“ vorkommen. Jeder dürfte wissen, was das heißt. Blöderweise gab es aber in dem Chat, wo wir uns kennen gelernt haben, jede Menge Männer, die ihn ständig mit sexuellen Inhalten belästigt haben. Grund: Sie haben den Nick nur bis zum „W“ gelesen und sind davon ausgegangen, es mit einer „Schnalle“ zu tun zu haben. Das war für ihn nicht schön. Und nun stelle man sich mal vor, dass das ständig so geht, nur weil eine Frau es wagt, einen weiblichen Nick zu wählen. Dies mit „Das ist doch nur ein Troll“ abzutun, halte ich für billig.

    Danke, dass du bis hierhin gelesen hast. :)

  42. Pingback: Links anne Ruhr (03.05.2011) » Pottblog

  43. @Ali : Ich habe nicht nur geheult und einen unsäglichen Artikel geschrieben, sondern mich auch bei der DHL beschwert, die sich keine 24 Stunden später bei mir für den Postboten entschuldigt hat.

    Die Beschwerde war die eine Reaktion (Das ist nicht in Ordnung, ich muss laut werden und etwas tun), das Heulen die andere (Das ist nicht in Ordnung, und so gehe ich ganz persönlich damit um). Ob das jetzt typisch Frau ist, bezweifele ich etwas. Typisch Anke war’s auf jeden Fall.

  44. @66. Ali:
    Willst du damit sagen, es wär nicht so schlimm, wenn ich diskriminiert werde, weil ich ein Mann bin? Na prima…
    Die Kompetenz will ich sich vernetzenden Frauen ja gar nicht absprechen. Ich finde lediglich, daß das der falsche Ansatz ist. In Beitrag 56 wird das meiner Meinung nach ganz gut zusammengefasst.
    Ich mein, wenn Frauen mehr in Wikipedia schreiben sollen, dann müssen die das einfach tun, nicht sich zusammensetzen und drüber reden… Da kann jeder schreiben, und wenn der Artikel/Absatz/etc. gut ist, bleibt er drin, wenn er schlecht ist, wird er von anderen verbessert. Völlig geschlechtsunabhängig. Meine Wikipedia-Beiträge wurden bisher immer angenommen, und das ohne daß jemand wusste ob da Mann oder Frau schreibt.

  45. Danke Jojo!
    Es gibt eigentlich drei Geschlechter inzwischen: Männer, (selbstverständlich) emanzipierte Frauen und Feministinnen, die irgendwie die größten Feinde der Emanzipation sind weil sie nicht *machen* sondern nur reden. Und auf die Nerven gehen.

  46. @68, Anke: Ich habe nirgends geschrieben, dass du nur geheult und einen unsäglichen Artikel geschrieben hättest. Und das Verhalten des Paketenboten unter aller Sau war, stelle ich auch nicht in Abrede.

    @69, Mann: Gott behüte. Als Mann habe ich natürlich ein hohes Interesse, dass Diskriminierungserfahrungen uns gegenüber wahrg- und vor allem auch ernstgenommen werden, das ändert aber eben nichts daran, dass die Schwierigkeiten (und vor allem auch die selbstgefälligen Reaktionen beim Ansprechen), denen Frauen im Internet begegnen, nicht von der Hand zu weisen sind.

  47. Wow, eigentlich wollte ich gestern Nacht nur einen lustigen Comic lesen, und dann kommt hier so ein riesiger Rattenschwanz an Kommentaren. Ich habe es gestern nicht mehr geschafft zu antworten, also kommt das jetzt.

    Ich habe die meisten der Kommentare gelesen und bin immer noch nicht klüger. Es gab also mehr als einen Feminismus Vortrag auf der re:publica von mindestens einer Frau und eine Abschlussrede hat jojo hier humorvoll kritisiert. Warum also entbrannt darüber ein neuer Streit über Feminismus im Internet?

    Ich dachte hier ginge es um etwas anderes: egal wie die äußeren Umstände aussehen, jeder hat die Möglichkeit mit einem neutralen Nick im Internet alles zu machen, auch bei der Wikipedia editieren oder in irgendeinem X-beliebigen Forum die eigene Meinung zu äußern. Vielleicht hat man mit manchen Nicks mehr Chancen, mit anderen weniger. Aber solange man diesen Nick nicht als einen Spiegel von einem selbst betrachtet, sondern als eigenständiges “Wesen”, dann sollte es auch nicht zu schwer sein einen neutralen Nick zu wählen. Man hat im Internet jede Möglichkeit, man muss sie nur effektiv nutzen. Im Sinne der Gleichberechtigung ist das IMHO bisher die beste Entwicklung: trolle werden sich nicht ändern, weder offline noch online. Aber man kann mit einem Nick als neutrale Person, als Mensch auftreten, ohne ihnen ein Ziel zu bieten, und rein anhand der eigenen Fähigkeiten eingeschätzt zu werden.

    Ich habe versucht

  48. … Entschuldigung, da waren meine Finger zu voreilig.

    Abschluss: Ich habe in dem obigen Kommentar versucht, in jeder Hinsicht neutral zu sein. Ich bin weder als Mann noch als Frau aufgetreten, und ich bitte darum das auch so anzunehmen.

  49. 1) Geiler Comic. Egal, ob er nun den eigenen Standpunkt zeigt oder nicht. Sowas muss einfach erlaubt sein…Ebenso wie die sich daran anschließenden Debatten
    2) Ich schätze, dass die Feminismus-Debatte in diesem Forum nicht geklärt werden wird. Vielleicht kann sich deswegen ja evt. jemand die Zeit nehmen und mir das eigentliche Problem erklären?! In meinen Augen dreht sich die Diskussion der Emanzipation doch um eine Chancengleichheit. Und die ist doch im Web noch eher umgesetzt, als in der Realtät…Zumindest zahle ich als Träger des männlichen Geschlechts nicht weniger für meinen Internetzugang als meine weiblichen Nachbarn und ein Forum, das ausschließlich Männern den Zugang erlaubt, ist mir bislang auch nicht untergekommen…
    Und hier scheint mein Verständniss dann aber nicht mehr auszureichen. Wie und warum will man denn mit allen Mitteln eine Gleichheit schaffen, die nicht gegeben ist – und nie gegeben sein wird. Ich will keine Frauen, die sich wie Männer benehmen (OMG – allein die Vorstellung!) und keine Männer, die zu Frauen erzogen werden.
    Sollte sich die Debatte nicht eher darum drehen, wie eine Plattform auszusehen hat, die den weiblichen Ansprüchen entpricht und genügt? Ich will hier um keinen Preis der Welt die nächste Diskussion um Spaltung oder n-Klassen im Netz lostreten. Aber es gibt nun einmal grundlegende Unterschiede zwischen Mann und Frau, und die gehören imho zum Zweck von Synergien sogar eher gefördert als gleichgeredet.
    Das Frauen in verschiedenen Foren verstärkt angetrollt werden – nun ja. Traurig aber prinzipiell nicht auf die “Dominanz” der Männer im Web zurückzuführen, oder? Im eigenen Kämmerchen fern derer, die man gerade mobbt und angiftet, ist es immer einfacher als von Angesicht zu Angesicht.

    just another troll?

  50. Sich hinter neutralen Namen verstecken zu müssen spricht nicht gerade FÜR die Gleichberechtigung oder? Herrje, es muss noch einiges passieren.

    Liebe Männer, der Feminismus will euch doch gar nichts Böses, warum immer gleich so dagegen ohne sich mal damit auseinander gesetzt zu haben?

    Jojo, ich versteh auch gar nicht, wieso du so uneinsichtig bist, wenn Leute dir schon erklären wollen, dass du einen Privileg hast und dass man Diskriminierung von Frauen und Diskriminierung von Nerds nicht vergleichen kann. (Du schriebst sowas auf Twitter.) (Man sollte generell Diskriminierungen nicht miteinander vergleichen.)
    Es ist auch nicht die Aufgabe von Feministinnen, dir das alles zu erklären. Trotzdem vielleicht ein hilfreicher Link: http://www.amptoons.com/blog/the-male-privilege-checklist/

    Und die Kommentare hier sind einfach nur zum Kotzen.

  51. @Lisa: jaja so entstehen Gerüchte. Ich habs schon mehrmals auf Twitter geschrieben, aber gerne nochmal. Ich setze NICHT die Diskriminierung von Nerds mit der von Frauen gleich. Wenn man sich den Blogeintrag mal ganz scharf, ohne die “OMG DAS KANN DER UNREFLEKTIERTE SEXIST NUR SO UND GENAUSO GEMEINT HABEN”, anschaut kann man feststellen das ich zwar 2mal von einer Diskriminierung rede – aber nie beides in Zusammenhang stelle (ansonsten würde die These ja heissen, Frauen sollen sich ein eigenes Internet gründen). Es ist lediglich ein Gleichnis, eine rethorische Figur um den Kontrapunkt – und wie man bei der Nerdseite sehen kann ist dort die Diskriminierung eher in einem humoristischen (“Erfindung des Internets”, Wedgies etc) Kontext erwähnt.

    II) doch, ich denke schon das es die Aufgabe des Feminismus ist, sich zu erklären. Vielleicht habe ich ja was falsch verstanden, aber der Feminismus will doch “aufklären” oder? Steckt da nicht “erklären” mit drin? Und ja, ich hab das schon gelesen, dass das Verlangen nach Erklärungen nur aus dem männlich-dominanten motivierten Habitus heraus entsteht, die Feministin damit zu erniedrigen. Aber das ist sexistische Kackscheisse. Was ist das Problem, einfach mal mit Leuten zu reden oder nachzufragen, ob die Interpretation mit der Intention übereinstimmt. Trollen kann man danach immer noch…

    So what, ich bin ziemlich ernüchert, werde aber mit Interesse weiterverfolgen, wie der Cyberfeminismus seine Ziele erreicht (oder eben nicht).

  52. http://blog.katrin-roenicke.net/?p=294

    das Video.
    schaut halt selbst, ob das alles wirklich so abwegig und bescheuert ist.
    und noch ein Tipp: diese wikipedia-Debatte wird gerade weltweit geführt.
    Ein Interview mit Sue Gardner war dazu in unserem Freitags-Wochenthema, das ich auch sonst zur Lektüre ans Herz legen mag:
    http://www.freitag.de/wochenthema/1114-wir-machen-das-doch-nicht-mit-absicht

    ein guter Comic-Zeichner jedenfalls. darf ich das Bild von mir benutzen? ;)

  53. @ 65 (Thaniell)

    Das war definitiv nicht als Verallgemeinerung gemeint und auch nicht als Vorschlag gemeint, dass Frauen aufpassen müssten wo sie hingehen dürften oder nicht.

    Mir ist hierbei allerdings ein eventuelles Problem des Feminismus aufgefallen.
    Auch hier gibt es keine klare Aussage, in dem Sinne, was denn die genaue Ursache für die Probleme der Frauen sind.

    Es gibt die Grundannahme, dass die Frau nicht gleichberechtigt ist und daher etwas geändert werden muss.
    Zum Beweis werden einige (und das sind wirklich nicht wenige, das muss man einräumen) Beispiele genannt.

    Wichtiger fände ich jedoch, welche Gruppen oder Arten von Menschen ein Verhaltensmuster aufweisen, dass gegen Frauen gerichtet ist und was der Grund dafür ist.

    Die “richtige” Methode ist aus meiner Sicht also nicht, dass die Rechte der Frauen ausgebessert/geändert werden, sondern dass man versucht die eben genannte Zielgruppe von der Gleichberechtigung der Frau zu überzeugen.

    Denn das die Gleichberechtigung der Frau mit der richtigen Einstellung von Menschen beiderlei Geschlechts möglich ist, halte ich definitiv für erwiesen.
    Sonst könnten sich die ganzen Frauen doch kaum auf eine Partnerschaft mit diesem tyrannischen männlichen Geschlecht einlassen, oder? – da klappt es ja auch – aber eben auch nicht bei allen.

    Also erst die Ursachen bekämpfen und dann sehen, was noch zusätzlich nötig ist.

    Ich hoffe, dass meine Meinung nicht als Angriff gegen die Femministen gewertet wird, dass soll sie nicht sein ;-)
    Eher eine Ergänzung :-)

  54. PS: Hab ich vergessen zu erwähnen:

    Ich denke, das ist weitgehend der Grund dafür, warum viele Männer den Femminismus abblocken.
    Eine bessere Argumentation wäre da eventuell in der angegebenen Richtung nötig.

  55. Seufz, immer diese Opferstilisierung der sog. Feministinnen…

    Wird ein Mann von jemanden dumm angemacht, ist der andere einfach ein A… oder Idiot oder beides; ignore und man geht zur Tagesordnung über. Wird eine Frau im Internet dumm angemacht, dann ist sie Opfer…

    Ich habe im Internet (MMORPGs z.B.) etc. häufig mit der Geschlechtsidentität “gespielt” um eines zu wissen:
    Ja, Weibchen werden häufiger dumm angebaggert/dumm angelabert etc. als Männchen, ABER! es wird ihnen auch wesentlich häufiger (insbesondere von Männchen) geholfen.
    Das wird interessanterweise gerne unterschlagen, da anscheinend als seltstverständlich vorausgesetzt.

    Wie das ware Leben gibt es im Internet eben viele Idioten. Und im Umgang mit denen gilt:
    “Never argue with idiots! They drag you down to their level und then beat you by competence.

  56. Comic ist wie immer sehr gut, aber:

    - das Internet ist verdammt sexistisch; ehrlich wer mal auf 4chan oder anderen “nerdigen” plattformen unterwegs war, wird unweigerlich frauenfeindlichkeit (und nicht der ha,ha,zwinker,zwinker-frauenfeindlichkeit) begegnet sein; da ist ehrlicher hass vorhanden

    was nun frauenstammtische daran ändern, kann ich vorhersagen: nichts. aber das eigentliche anliegen, diese menschen (die frauenhasser) irgendwo abzuholen, ist schon lobenswert, muss aber wohl gesellschaftlich breiter angelegt sein

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  59. Lieber Beetlebum, ich verstehe dein Problem gar nicht – warum kannst du es nicht den Frauen selber überlassen, welche Lösungsstrategien sie sich überlegen, um besser im Netz / bei Wikipedia / sonstwo repräsentiert zu sein? Ob es funktioniert oder nicht, können sie dann schon selbst beurteilen.

  60. @moocow: Mal unabhängig davon, dass jeder eine Meinung haben und kundtun darf – gehöre ich hierbei noch insofern zu den Betroffenen, dass ich nach vereinzelten Meinungen zu der Bevölkerungsguppe gehöre, die Frauen angeblich nicht ins Netz lassen ;) Allerdings hätte ich gerne VIEL mehr weibliche Netzausprägung und zwar am liebsten gestern. Nur leider sehe ich das nicht kommen, wenn das Netz als so frauenfeindlich ausgerufen wird, dass man da als Frau nur organisiert beitreten kann und darf (überspitzt gesagt ;) Um Stereotype zu überwinden, braucht es eine kritische Masse an Menschen, die diesen trotzden und ad absurdum führen – und das erreicht man nicht, wenn man sich von vornherein als “anders” definiert. Das Hauptproblem, was ich damit habe ist somit: es ist UNLOGISCH! :)

  61. Pingback: Alles klar zur Wende? - Katrin Rönicke

  62. @ jojo

    Frauen sind schon im Netz. Sich im Netz organisieren tun sie eh immer nachdem sie schon im Netz sind. Immer wieder gibts da frauenfeindliches Zeug. Was ist daran unlogisch? Frauenfeindliche Überzeugungen sind ja auch Teil deines Comics hier und haben noch mehr davon in den Kommentaren produziert. Sowas nervt.

    Deine Comics sind sonst so toll gewesen, grade von den Visuals her, aber auch von den Geschichten (Naturwissenschaftlerin mit Comicambitionen winkt rüber). Da hab ich gedacht jetzt guck ich mir mal dein Archiv an.

    :o( Das Comic hier verdirbt dann voll den guten Eindruck. Hoffentlich gibts in Zukunft mehr von den schlaueren Sachen, die ich bisher so kannte.

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