Geburtsdilemma

21 comments

  1. Gratulation! Und so wird der Stammbaum fortgesetzt :-)

    Hormone + biologische Prädisposition >> Ratio

    btw: Erster!

  2. Eine alternative These ist der “Angst-Spannung-Schmerz-Kreislauf”, welcher über Generationen weitergetragen wird. Nicht jede schwierige Geburt produziert ein Genie mit einem großen Kopf.

    • WP-Artikel liest sich, als gäbe es da gar keinen Grund zur Angst, und als wäre das etwas, das man weg behandeln muss. Weil die Frau MUSS ja Kinder gebären. Hat wahrscheinlich ein pubertierender 14-jähriger geschrieben.

  3. Tja, Inhaber eines Y-Chromosoms bekommen das schon hin mit der rationalen Kosten-Nutzen-Analyse. Aber nützt ja nix, weil sich Frau Gebärzwang-Patientin dann halt einfach einen anderen Samenspender sucht. Will man ja auch nicht.

    Evolutionsbiologisch ist das aber auch einleuchtend: die Weibchen mussten immer Kinder in die Welt scheißen bis der Arzt kommt (oder der Bestatter) damit am Ende 2,x durchkommen. Vor wenigen Generationen brauchte es noch das Mutterkreuz um dem GröFaZ ausreichend Kanonenfutter zu bescheren (um im Osten neuen Lebensraum zu erschließen für … hö? circular dependency error). Vernunft entsteht nicht in drei Generationen.

    Und die Männchen müssen seit Millionen von Jahren Tag und Nacht darüber nachdenken, wie sie ein Weibchen flachgelegt kriegen. So entsteht über tausende Generationen halt ein Tüftelzwang der den Männchen als Kolateralnutzen die überwiegende Mehrzahl der Nobelpreise beschert.

    So ist das halt …

    Wie darf man diesen Blogpost verstehen? Traumaverarbeitung von kürzlich oder ist der nächste Braten schon in der Röhre?

  4. Tatsächlich gibt es dieses “schmerzhafte” Geburt erst seit dem Christentum. Mit dem einher gingen auch absolut ungünstige Geburtspositionen (nach dem Kopfstand ist Liegen die dpmmste Position für die Geburt).
    Die Geburt meines Sohnes war zwar sportlich gesehen anstrengend, aber wunderschön. Die Schmerzen ließen sich gut aushalten. Im Prinzip war das Erlebnis wunderschön und ich war noch nie mehr bei mir selbst als bei der Geburt.
    Ich würde lieber wieder eine Geburt erleben als jetzt gerade meinen Bandscheibenvorfall.

    • Toll, dieser Absolutheitsanspruch… Was ist denn so die bevorzugte schmerzfreie Gebärposition von vor dem Christentum, wenn die Mama weniger als 50 und das Kind mehr als 4,5kg wiegen?

    • Als ich das letzte Mal einen herablassenden Kommentar von jemandem der das Geheimnis der schmerzfreien Geburt entdeckt hat lesen musste, war es wunderschön. Das Stockholmsyndrom ließ sich gut aushalten. Im Prinzip war das Erlebnis wunderschön. Wunderschön, sage ich!

    • Mich würde ebenfalls interessieren, welche Stellung Du bei deiner Geburt als hilfreich empfunden hast.

      Meine Vermutung geht in die Richtung:
      Wie beim Kacken – in der Hocke

  5. Deshalb vertickt Mutter Natur ja so feine Sachen wie Östrogen und Testosteron, um der Ratio ein Schnippchen zu schlagen, und Endorphine, Adrenalin und Oxytozin, damit die Gebärende im Hulk-Modus nicht die Hebamme zerquetscht. Lediglich der Mann hat die Arschkarte und ist dazu verdammt, sich vor, während und nach der Geburt komische Warum-Fragen die ganze Zeit über zu stellen, literweise zu schwitzen, wahnhaft zu philosophieren und das Szenario in LSD-artigen Tagträumen immer und immer wieder zu durchleben. Die einzig vernünftige Antwort: 42.

  6. Also ich sage dazu nur ein Wort:
    Kaiserschnitt.

    Und die Psychosen sind gegessen. Ging 2x superschnell und effektiv.

    P.S.: Schön, dass wenigstens hier wieder Leben ist.

    • Allerdings ist inzwischen belegt, dass die keimfreie Geburt dem Kind nicht unbedingt gut tut.
      Bei der herkömlichen Geburt wird das Kind mit Bakterien aus Vagina und After der Mutter “geimpft”, womit sich sehr schnell auf der Haut und im Darm ein Bakterienmix einstellt, der unteranderem das Immunsystem beschäftigt und auch bei der Verdauung hilft. Kinder, die mit Kaiserschnitt auf die Welt kommen haben überdurchschnittlich häufig mit Allergien und Autoimmunerkrankungen zu kämpfen.
      Ich empfehle das Buch: Bund fürs Leben – Warum Bakterien unsere Freunde sind von Charisius und Friebe

      • Schreibst Du aus Erfahrung oder aus theoretischem Wissen heraus?

        Meine beiden Buben sind gesund und ohne Allergien groß geworden (ok: Sie saßen früher oft im Garten und haben Dreck gegessen. Das soll ja auch Abwehrkräfte stärken.).

        Und ob die paar Sekunden Kontakt mit Vagina und After so viele Keime auf das Kind übertragen, in Betracht der Tatsache, dass das Neugeborene ja sofort nach der Geburt gesäubert wird, ist meines Erachtens fragwürdig.

  7. noch ein weiteres bisschen Halbwissen:

    Diese Hypothese mit aufrechtem Gang und vergrößertem Gehirn ist (oder war?) so halb widerlegt. Bei einer Führung im phyletischen Museum zur ECAL 2006 (http://gwal.uni-jena.de/program.htm) hat dessen Guru Martin Fischer das in etwa so erklärt, dass unsere gemeinsame Ur-Ur….Ur-Großmutter erstmal den aufrechten Gang gelernt hat. Dann stand sie einige Hunderttausend bis Millionen Jahre aufrecht in der Botanik, und dann erst kam das größere Brain-Containment. Hab ich mir so gemerkt! Frag mal den Christian, der war da vielleicht auch mit bei…

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